„Am Anfang war das Licht“ – meine persönliche Bilanz

Ich weiß, dass ich nicht weiß

Meine viel diskutierte Dokumentation „Am Anfang war das Licht“ stellt für mich mehr als ein Filmprojekt dar – sie ist ein Teil meines Lebens und beschreibt auf einer Metaebene meine persönliche Entwicklung über einen Zeitraum von fünfzehn, zwanzig Jahren – von einer Person mit fixen, schulwissenschaftlich geprägten Ansichten und einem streng mechanistisch-materialistischen Weltbild zu jemandem, der sich im besten Wortsinn wundern kann und weiß, dass er nicht weiß.

Film gewordene Neugier

Ich habe über Jahre hunderte Stunden Material gefilmt ohne zu wissen, welches Ende es nehmen wird, aus persönlichem Interesse, aus Neugier und Leidenschaft, weil dieses verrückte Thema immer spannender wurde.

Insofern können einzelne Kritiker, die behaupten, mein Film wäre eine „Pseudodokumentation“, also eine Fiktion, die mit dokumentarischen Stilmitteln illustriert wird, von der Wirklichkeit nicht weiter entfernt liegen. „Am Anfang war das Licht“ ist gefilmte Recherche – dokumentarischer und wahrhaftiger kann eine Dokumentation kaum sein.

Das Thema Lichtnahrung ist dabei immer nur ein Aufhänger gewesen, ein Aspekt unter vielen, den ich beispielhaft für die Mysterien des Lebens verfolgt habe – ein spektakulärer zugegeben, an dem sich die Gemüter erhitzt haben.

Ich habe die Thematik instinktiv offensichtlich gut gewählt, wenn ich an die Heftigkeit der Reaktionen denke.

Die Botschaft trifft ins Schwarze – Hass und Begeisterung

Generell kann ich sagen, dass ich mich über die Unzahl begeisterter und positiver Rückmeldungen, Mails und Briefe natürlich mehr gefreut habe, als über die oft recht aggressiv und ignorant vorgetragene Kritik in Zeitungen und sozialen Medien. Ich habe allerdings verstanden, dass derartig massive Ablehnung nur auftritt, wenn eine Botschaft ins Schwarze trifft. Zugegeben – irgendwann habe ich die Kontrolle über die öffentliche Diskussion verloren.

Im aufgeregten Geschrei der Ignoranten und Verkenner der Thematik sind meine Relativierungen und Erklärungen nicht mehr durchgedrungen – die Bedrohung durch den „gefährlich-obskuren Lichtnahrungsfilm“, den viele der Empörten nicht einmal gesehen hatten, schien größer.

In tiefster Überzeugung, welch „gefährlicher Schwachsinn“ dieses „manipulative Machwerk“ sei, haben ausgerechnet vermeintliche Qualitätsjournalisten bewusst oder unbewusst Mutmaßungen in Fakten verwandelt und alle Strohalme aus der Internetgerüchteküche dankbar angenommen, selbst wenn sie anonym verfasst, falsch tradiert oder völlig frei erfunden waren.

Lektionen über Irrungen und Ignoranz der veröffentlichten Meinung

Ich habe die Tageszeitung Der Standard fast seit ihrer Gründung abonniert und war schließlich völlig baff, in welch ignoranter Weise ein Wissenschaftsredakteur dieses vermeintlich weltoffenen Mediums über meinen Film geschrieben hat, nur weil hier offensichtlich an seinem eigenen Überzeugungssystem gerüttelt wurde.

Mir wurde aber zumindest die Möglichkeit für eine Replik im Standard eingeräumt, so wie ich noch viele weitere Stellungnahmen und Entgegnungen geschrieben habe (Presse, Wienerin u.v.m.)

Drei Jahre später bittet mich anlässlich der TV-Ausstrahlung ein anderer Standard-Redakteur um eine neuerliche Stellungnahme zu den Vorwürfen der Skeptiker. Ich erkläre ihm haarklein, wie Daten frisiert und Internetgerüchte als Fakten dargestellt worden sind, um das Thema und den Film zu diskreditieren. Als ich den Artikel lese, ist von meiner Stellungnahme nichts mehr enthalten, stattdessen kopierte Straubinger-Interviewbruchstücke aus dem Internet, die das Narrativ des Artikels unterstützen und meine gut dokumentierten Informationen ignorieren.

Ein Schweizer Journalist hat schließlich sogar versucht, „Am Anfang war das Licht“ für den tragischen Tod einer Frau verantwortlich zu machen, was sowohl inhaltlich wie juristisch falsch ist. Und obwohl die zuständige Behörde in der Schweiz das auch klargestellt hat, findet sich die Geschichte von Wikipedia bis zu Fox News online „all over the internet“.

Letztendlich ist die „Licht“-Kontroverse eine manchmal persönlich unangenehme, aber sehr lehrreiche Lektion gewesen, wie öffentliche Meinung gemacht wird und wie unterschiedlich sie sich darstellen kann, wenn man sich lange und eingehend mit einem Thema beschäftigt.

Wikipedia und die „Taliban des Mittelschulhalbwissens“

Auch beim Wikipedia-Artikel zu meinem Film habe ich gelernt, dass bei kontroversen Themen anonyme „Sichter“ darüber entscheiden, welche Quellen reputabel sind (Skeptiker-Blogs) und welche als nicht reputabel abgelehnt werden (z.B.: Wissenschaftsjournale, die Indizien für die Existenz von Lichtnahrung bzw. nichtkalorischer Ernährung veröffentlicht haben) und wie durch diese verzerrte Selektion ein entsprechend verzerrtes Bild vermittelt wird, das die ursprünglichen Wikipedia-Prinzipien konterkariert, um ein bestimmtes Glaubensbild als Faktenlage zu vermitteln. Journalisten machen der Einfachheit halber oft einen Faktencheck auf Wikipedia – und schon ist eine entsprechende öffentliche Meinung produziert.

Um meine Nerven und zeitlichen Ressourcen zu schonen, habe ich mich recht schnell entschlossen, keine weitere Energien mehr in diesen Glaubenskrieg mit den „Taliban des Mittelschulhalbwisses“ zu investieren, wie es ein Kollege überspitzt formuliert hat. Stattdessen habe ich beschlossen, mein Recherchematerial  und meine Sicht der Dinge selbst zu veröffentlichen, um es für ernsthaft Interessierte zugänglich zu machen.

In der Controversy-Sektion der englischen Film-Website habe ich mich etwa detailliert mit kontrovers diskutierten Fällen wie Yogi Prahlad Jani, dem Sungazer Hira Ratan Manek oder auch Jasmuheen beschäftigt und habe die Vorwürfe der Skeptiker meiner eigenen Vor-Ort-Recherche gegenüber gestellt. Darüber hinaus finden sich dort auch viele weitere Artikel, die Missverständnisse ausräumen und durch Zusatzinformationen das ganzheitliche Verständnis der Thematik ermöglichen.

Glaube oder Skepsis

Unterm Strich kann ich eines mit Gewissheit sagen – es kann keine Rede davon sein, dass das Phänomen „Lichtnahrung“ schon „zigmal wissenschaftlich entkräftet“ worden wäre – ganz im Gegenteil.

Solche vollmundigen Behauptungen stammen von vermeintlichen Skeptikern oder besser „negativ Gläubigen“, die sich mit der Materie nie eingehend beschäftigt haben.

Tatsächlich erkennen Wissenschaftler auf dem Gebiet der Ernährungsphysiologie und Stoffwechselforschung schon seit den 1970ern, dass die klassische Kalorientheorie nicht haltbar ist und haben entsprechende Studien veröffentlicht. (Quelle: Nature)

Andere wissenschaftliche Arbeiten aus den 1980ern haben dieses Delta zwischen konsumierter kalorischer Energie und verbrauchter Energie –  die „nicht messbare Energie“  – sogar klar nachgewiesen und quantifiziert. (Quelle: American Journal of Clinical Nutrition)

Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit

Bis zu welchem Grad und bis zu welcher Dauer „Lichtnahrung“ funktioniert, ist eine offene Frage. Niemand außer Prahlad Jani selbst kann sagen, ob er wirklich seit Jahrzehnten nichts gegessen und nichts getrunken hat – und ich maße mir auch kein Urteil darüber an. Klar ist, dass die Idee, dass wir ausschließlich von kalorischer Energie leben, der „Kalorienmythos“, ein überholtes Konzept aus dem 18. Jahrhundert ist, das in den Köpfen des Mainstreams noch immer weiter lebt.

Ich bin davon überzeugt dass es ein authentischen Phänomen nicht-kalorischer Ernährung beim Menschen gibt und dass wir bis zu einem gewissen Grad gleichsam alle von „Lichtnahrung“ leben, die einen mehr, die anderen weniger. Es ist das „Licht des Lebens“, das mich fasziniert, das Wunder der Lebensenergie, der beseelten Natur, die zwar allgegenwärtig ist, aber die wir in keiner Weise verstehen, auch wenn es die klassische Naturwissenschaft nicht wahrhaben will.

Mein Anliegen ist es keinesfalls, jemanden zum „Nicht-Essen“ zu motivieren, sondern ich will eine Ideologie, ein Glaubensmodell hinterfragen, das uns im Namen der Wissenschaft als absolute Wahrheit dargestellt wird.  

Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit, heißt es – und die Zeit arbeitet für meinen Film und die Fragen, die darin aufgeworfen werden. Darüber hinaus wirkt „Licht“ nach wir vor wie ein Magnet für mich, der immer neue Hinweise und Puzzlesteinchen anzieht, die das Bild kompletter machen. Einige davon freue ich mich, hier auf meinem Blog mit Euch teilen zu können.

Hast Du „Am Anfang war das Licht“ noch nicht gesehen ? Du kannst ihn über VIMEO jederzeit online streamen oder einen Download kaufen.

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